Anton Dermota

Anton Dermota

Das Österreichische Theatermuseum Wien zur Ausstellung von 2014 über Anton Dermota:

Anlässlich seiner 40-jährigen Zugehörigkeit zur Wiener Staatsoper wurde Anton Dermota 1976 bei einer ihm gewidmeten Matinee „Ein Leben für die Kunst” gebeten, über seine Karriere und sein Sängerleben zu erzählen. Der Erfolg dieser Veranstaltung führte zu der Idee, den Künstler zum Verfassen einer Autobiographie anzuregen. Die dann 1978 unter dem Titel „Tausendundein Abend. Mein Sängerleben” erschien. Basierend auf dieser Biographie hat Anton Dermotas Tochter  Jovita  mit  viel  Liebe  und  Akribie  eine  Dokumentation  über  ihren  Vater zusammengestellt, welche das Österreichische Theatermuseum sehr gerne präsentiert. Es bietet sich damit nicht nur die Gelegenheit, auf die Bedeutung des Sängers für die Geschichte der Wiener Staatsoper hinzuweisen, sondern darüber hinaus die Künstlerpersönlichkeit Anton Dermota zu würdigen, in dessen Karriere sich Musikleben und Kulturgeschichte der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts spiegeln.

Die Ausstellung berichtet von der künstlerischen Laufbahn eines Menschen, der – aus bescheidenen Verhältnissen kommend – sein Studium am Laibacher Konservatorium durch die Mitwirkung im Chor des dortigen Opernhauses finanzierte. Und dank der mit Auszeichnung bestandenen Abschlussprüfung ein Stipendium erhielt. Dieses nutzte er für die weitere Ausbildung in Wien, wo er seiner zukünftigen Frau Hilda Berger von Weyerwald begegnen sollte und im September 1936 ordentliches Mitglied der Wiener Staatsoper wurde. Dort wirkte er dann bis zu seiner Abschiedsvorstellung im Jänner 1981. Auch galt seine besondere Liebe von Anfang an dem Liedgesang, den seine Frau kongenial am Klavier begleitete.

Anton Dermota trat in fast allen Opernhäuser und Konzertsälen der Welt auf und es gab kaum einen Dirigenten, „unter dem” er nicht gesungen hat. Wie kaum ein anderer Sänger wird er dennoch besonders mit der Geschichte der Wiener Staatsoper in Zusammenhang gebracht: Dermota gehörte dem legendären Mozart- Ensemble an und prägte den berühmten Mozartstil in Wien. Dass er darüber hinaus bis in die heutige Zeit durch seine Mitwirkung bei der Aufführung des Fidelio anlässlich der Wiederöffnung der Wiener Staatsoper 1955 mit der Geschichte dieses Hauses in Verbindung gebracht wird, zeugt auch von der identitätsstiftenden Bedeutung, welche diese für unser Land hatte.


mit freundlicher Genehmigung von Preiser Records.