Hilda Dermota

Anton Dermota und Hilda Berger von Weyerwald 1938
Anton Dermota und Hilda Berger von Weyerwald 1938

Ich bin davon überzeugt, dass mir meine Frau vom Schicksal bestimmt war. Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass sie mir nur wenige Häuser von der Rado-Schule, in einem Gasthaus begegnen würde, in der Johann-Strauß-Gasse auf der Wieden, wo ich mein tägliches 80 Groschen-Menü einzunehmen pflegte.

Mir gegenüber saß ein blondes, junges Fräulein — es kam nicht täglich und wenn es nicht kam, fehlte es. Ich hatte schon früher bemerkt, dass mein Gegenüber gern und oft in Noten blätterte und so erfuhr ich, dass sie in der Meisterklasse von Emil Sauer Klavier studierte. Dabei stellte sich heraus, dass Fräulein Hilda nur ein paar Schritte weiter wohnte.

Anton und Hilda Dermota, Hochzeitsfoto 1939
Anton und Hilda Dermota, Hochzeitsfoto 1939
bei der Arbeit 1940
bei der Arbeit 1940

So hatte das Schicksal eigens für mich alles zusammengedrängt, was mein Leben ausmachte: die Schule meiner Lehrerin im Haus Nr. 36, die Gaststätte auf Nr. 22 und die elterliche Wohnung des Fräulein Berger von Weyerwald auf 28.